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January 21 Neuer Ansatz für die Entwicklung von MedikamentenNeuer Ansatz für die Entwicklung von Medikamenten16.11.2009
- Ein fundamentales Prinzip, das seit Jahrzehnten in der Pharmabranche
gilt, in Frage gestellt hat eine Erkenntnis des Leiters des Institutes
für Organische Chemie der TU Graz, Rolf Breinbauer, gemeinsam mit
Kollegen des Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie in
Dortmund sowie der Universität Leipzig: Sie entdeckten einen neuen
Bindungstypen, der beide Spiegelbilder eines Wirkstoffs aufnehmen kann.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit mit Relevanz für die Entwicklung von
Medikamenten veröffentlichten die Forscher kürzlich im Fachmedium
"Angewandte Chemie", der weltweit renommiertesten Zeitschrift für
Chemiker.
Gefährlicher Doppelgänger In der Entwicklung von Medikamenten haben Moleküle eines Wirkstoffes häufig einen spiegelgleichen Doppelgänger. Nach bisheriger Meinung konnte an den entsprechenden Rezeptoren, den Bindetaschen einer Zelle, nur eines der beiden Enantiomere - das sind Verbindungen, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten - andocken. Im besten Fall "schwirrt" das zweite Enantiomer unnütz im Körper herum. In Einzelfällen kann dieses aber sehr gefährlich ausfallen, wie im Fall von Contergan, wo das Spiegelbild eines Enantiomers zu schwersten Missbildungen bei ungeborenen Kindern führte. Beide Spiegelbilder in der Tasche Die Wissenschafter haben ein völlig anderes Verhalten von bestimmten Enantiomeren entdeckt: Bei der Forschung an einem Enzym fand das Trio Bindetaschen, in denen beide Enantiomere eines getesteten Hemmstoffs gleichzeitig gebunden waren. Dieser der gängigen Lehrbuchmeinung widersprechende Befund trägt zu einem verbesserten Verständnis der Bindung von spiegelgleichen Verbindungen an Rezeptoren bei, wie er vor allem am Anfang der Medikamentenentwicklung eine Rolle spielt. "Die Entdeckung könnte interessante neue Perspektiven für die Pharmaforschung eröffnen", sagt Rolf Breinbauer: Zum einen könnte die Entwicklung von Medikamenten beschleunigt werden, was die enormen Kosten von ein bis zwei Milliarden Euro pro Medikament und damit auch den Handelspreis reduzieren würde; zum anderen könnten Medikamente früher auf den Markt kommen und trotzdem sicher sein. Originalarbeit: M. Mentel, W. Blankenfeldt, R. Breinbauer "The Active Site of an Enzyme Can Host Both Enantiomers of a Racemic Ligand Simultaneously", Angew. Chem. Int. Ed. 2009, 48, 9084-9087. Quelle: Technische Universität GrazGeländegängige Flitzer - Abwehrzellen unterwegsGeländegängige Flitzer - Abwehrzellen unterwegs16.11.2009 - Um Krankheitserreger auch an den entlegendsten Stellen des Körpers effektiv zu bekämpfen, müssen sich Abwehrzellen schnell und flexibel bewegen können. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried bei München haben jetzt den Mechanismus entschlüsselt, mit dem sich diese wendigen Zellen auf verschiedenen Oberflächen fortbewegen. "Wie bei einem Auto gibt es einen Motor, eine Kupplung und Räder, die für die nötige Reibung sorgen", erläutert Michael Sixt, Forschungsgruppenleiter am MPI für Biochemie. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Kollegen vom MPI für Metallforschung in Stuttgart und wurde jetzt in Nature Cell Biology veröffentlicht.Energieübertragung auf molekularer Ebene Um von der Stelle zu kommen, müssen Zellen zunächst einmal die nötige Energie in ihrem Inneren bilden. Diese Aufgabe übernimmt das Zellskelett, ein die Zelle durchspannendes Netzwerk aus Proteinbausteinen. Es kann sich ausdehnen und fingerartige Ausläufer bilden, diese aber auch wieder zurückziehen. Doch diese Verformung allein reicht nicht aus, damit die Zelle sich bewegt. "Wie bei einem Auto muss die Energie des Motors auf die Straße übertragen werden", erläutert Dr. Sixt. "Eine Kupplung und Räder müssen her." Zu diesem Zweck trägt jede Zelle spezielle Zellanker, auch Integrine genannt, auf ihrer Oberfläche. Diese Proteine durchspannen die Hülle der Zellen und sind direkt mit dem Zellskelett verbunden. Auf der Außenseite können diese Zellanker an anderen Zellen und auch Gewebe haften und so eine Verbindung zur Außenwelt herstellen. "Die Verbindung zwischen Zellskelett und Integrin entspricht der Kupplung beim Auto", so Dr. Sixt, "die Verbindung zwischen Integrin und Außenwelt dem Greifen der Räder." Abwehrzellen sind geländegängig Dabei sind die Abwehrzellen jedoch nicht starr und unflexibel. Sie sind in der Lage sich jedem Untergrund anzupassen, so die Forscher. "Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Leukozyten immer mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen, egal ob sie auf rutschigem oder griffigem Substrat wandern", sagt Dr. Sixt. Möglich macht dies das enge Zusammenspiel von Reifen, Motor und Kupplung. Greifen die Zellanker auf rutschigem Untergrund nicht mehr zu 100 Prozent, erhöht sich die Drehzahl des Motors - das Zellskelett verändert sich schneller. Dadurch bleibt die Geschwindigkeit der Zellen gleich. Auch punktuell auftretende Unebenheiten können die Zellen ausgleichen. Befindet sich eine Zelle mit einer Hälfte auf rutschigem und mit einer Hälfte auf griffigem Untergrund, passt sich das Zellskelett entsprechend lokal an - ähnlich wie bei einem Differentialgetriebe. "Die Wanderungsrichtung bestimmt somit ausschließlich der Lockstoff und dieser hält sich in seiner Ausbreitung genauso wenig an Gewebegrenzen und Unebenheiten wie der wandernde Leukozyt", schlussfolgert der Mediziner. Quelle: Max-Planck-Institut für BiochemieNanobodies verändern die Form und Funktion von ProteinenNanobodies verändern die Form und Funktion von Proteinen14.12.2009 - Binden Antikörper des Immunsystems an Proteine, können sie deren Form - und damit auch die Funktion dieser Moleküle - verändern. Einem LMU-Team um Professor Heinrich Leonhardt vom Biozentrum, Professor Karl-Peter Hopfner vom Genzentrum und dem Biologen Dr. Ulrich Rothbauer, Geschäftsführer des Biotechnologieunternehmen ChromoTek, gelang hier nun ein Durchbruch: Die Forscher konnten zeigen, dass unkonventionell kleine Antikörper, die sogenannten Nanobodies, die Eigenschaften des Grün Fluoreszierenden Proteins, kurz GFP, mit unerwarteter Präzision modifizieren.GFP
wird mit anderen Proteinen fusioniert, um diese in lebenden Zellen
verfolgen zu können. Die Einsatzmöglichkeiten des Moleküls erweitern
sich nun mit Hilfe der Nanobodies beträchtlich. Ganz neuartige
experimentelle Ansätze sind zudem denkbar, weil die Studie auch zeigen
konnte, wie die Nanobodies im strukturellen Detail auf die Proteine
wirken.(Nature Structural and Molecular Biology online, 13. Dezember
2009) Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität MünchenNovember 10 "Ganzheitlicher" Blick in die Pflanze"Ganzheitlicher" Blick in die Pflanze21.10.2009 - Ein neues Analyseverfahren gewährt Einblicke in den pflanzlichen Stoffwechsel.
Wissenschaftler
vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam
etablieren eine neue Methode zur Auswertung des Stoffwechselgeschehens.
Sie erlaubt es, komplexe Vorgänge in der Pflanzenzelle funktional zu
verstehen. (Molecular Systems Biology, 13. Oktober 2009) Die Bildung von Proteinen erfolgt in einem hoch regulierten Prozess. Entsprechend dem Bedarf der Zelle wird die passende genetische Information von der DNA abgeschrieben und als mRNA aus dem Zellkern ausgeschleust. Im Zellsaft, dem Cytosol, lagern sich die Ribosomen an die mRNA an. Im Komplex aus mRNA und Ribosom, der Polysom genannt wird, findet die Translation statt, in deren Verlauf die Information der mRNA in eine Kette von Aminosäuren umgesetzt wird, die in ihrer Gesamtheit das Protein ergeben. Polysomen eignen sich daher hervorragend, um die Bildungsraten von Proteinen zu untersuchen. Im Experiment haben die Max-Planck-Forscher ihre Methode auf 35 Schlüsselenzyme des Kohlenstoff- und des Stickstoff- Stoffwechsels angewendet. "Die neue Methode erlaubt uns, das Stoffwechselgeschehen und den energetischen Aufwand in ihrem Gesamtzusammenhang zu sehen. Das ermöglicht uns zu verstehen, welche Kosten unterschiedliche Wachstumsstrategien für die Pflanze haben", sagt Mark Stitt, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie. Bisherige Verfahren zur Bestimmung der Stoffwechselaktivität nutzen meist qualitative Methoden, die nur Aussagen wie "mehr oder weniger als" ermöglichen. Mit der neuen Vorgehensweise hingegen können die Wissenschaftler die Syntheseraten and Lebensdauer von Proteinen errechnen. Hierzu geben sie vor Beginn der Extraktion und Analyse definierte Mengen künstlicher RNA zum Pflanzenmaterial hinzu. So erhalten sie eine Referenz, um die Menge der Genabschriften und der Ribosomen genau zu bestimmen. Zusätzlich messen sie die Menge ausgesuchter Proteine (Enzyme). Die Kombination dieser Verfahren ergibt ein Gesamtbild der Prozesse, die in der Pflanzenzelle ablaufen. Der Unterschied beider Methoden ist mit der Verbrauchsanzeige im Auto vergleichbar: Während der Beschleunigung steigt der Verbrauchswert stark an, für die Berechnung des tatsächlichen Benzinverbrauchs des Autos muss der Pegel im Benzintank allerdings über einen längeren Zeitraum gemessen und mit der zurückgelegten Fahrtstrecke verglichen werden. Mit ihren Gesamtbetrachtungen nähern sich die Forscher der Pflanzenzelle sozusagen nach dem Motto: "Entscheidend ist, was hinten raus kommt". Quelle: MPGOctober 17 Botenstoffe für ImmunantwortDer wichtige Botenstoff für eine richtige Immunantwort20.07.2009
- Immunzellen unterhalten sich mit Hilfe molekularer Botenstoffe. Eine
Gruppe dieser Substanzen sind Interferone. Kommt es zum Beispiel zu
einer Virusinfektion, produziert das Immunsystem verstärkt das
sogenannte Beta-Interferon. Damit alarmiert es Immunzellen, so dass sie
bei der Bekämpfung der Infektion helfen. Außerdem haben
Beta-Interferone tumorbekämpfende Eigenschaften und - als Therapeutikum
gegen Multiple Sklerose - eine wichtige medizinische Bedeutung.
Forscher
aus der Arbeitsgruppe "Molekulare Immunologie" des Braunschweiger
Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) konnten nun zeigen,
dass Beta-Interferon eine weitere entscheidende Aufgabe bei einer
Immunantwort haben: Ohne Beta-Interferon können Immunzellen anderen
Zellen keine "Steckbriefe" von Krankheitserregern mehr anzeigen. Die
Immunantwort startet nicht richtig, weil das Immunsystem nicht weiß,
wie der Krankheitserreger aussieht, den es bekämpfen muss. Die
Ergebnisse veröffentlichte jetzt das Wissenschaftsmagazin "Journal of
Immunology" in seiner aktuellen Ausgabe. Quelle: Helmholtz-Zentrum für InfektionsforschungThe Nobel Prize in Chemistry 2009The Nobel Prize in Chemistry 200907.10.2009 - The Royal Swedish Academy of Sciences has decided to award the Nobel Prize in Chemistry for 2009 jointly toVenkatraman Ramakrishnan, MRC Laboratory of Molecular Biology, Cambridge, United Kingdom Quelle: The Royal Swedish Academy of SciencesOctober 08 Vgl. Gehirn-PC Das
Gehirn ist ein sehr aktives Organ und hat einen enormen Sauerstoff- und
Energiebedarf. Es macht etwa 2 % der Körpermasse aus, aber dennoch
müssen etwa 20 % des Bluts (Herzminutenvolumen) vom Herzen ins Gehirn
gepumpt werden. Da das Gehirn nur äußerst geringe Speicherkapazitäten
für Sauerstoff und Energie besitzt, führt bereits ein kurzzeitiger
Ausfall der Blutversorgung zu Hirnschäden. Der historische Irrglaube, Genialität müsse am (nach dem Tode entnommenen) Gehirn ablesbar sein, ist so alt wie die Hirnerforschung und wird selbst heute noch gelegentlich fortgeführt. Der Sachbuchautor Michael Hagner lieferte u. a. anhand der Hirnbesonderheiten vieler Persönlichkeiten wie Immanuel Kant, Vladimir Iljitsch Lenin oder Albert Einstein nebenher eine Geschichte der Hirnforschung sowie themenbezogene Einblicke in die Kultur- und Sozialgeschichte der vergangenen drei Jahrhunderte. Nicht wenige Hirnforscher gerieten dabei auch ins Fahrwasser nationalistischen und völkisch-rassistischen Denkens. Oft werden Vergleiche zwischen der Leistungsfähigkeit eines Computers und der des menschlichen Gehirns angestellt. Seit das Gehirn als Sitz kognitiver Leistung erkannt wurde, wurde es in der Literatur immer mit dem komplexesten verfügbaren technischen Apparat verglichen (Dampfmaschine, Telegraph). So versuchte man auch, aus der Funktionsweise von Computern auf die Funktionsweise des Gehirns zu schließen. Heute dagegen versucht man in der Neuroinformatik, die Funktionsweise des Gehirns teilweise auf Computern nachzubilden bzw. durch diese auf neue Ideen zur "intelligenten" Informationsverarbeitung zu kommen. Als Struktur für Denk- und Wissensproduktion liefert das Gehirn eine Architektur, die sich zur Nachahmung empfiehlt. Künstliche neuronale Netzwerke haben sich bereits bei der Organisation künstlicher Intelligenzprozesse etabliert. Bei Vergleichen mit modernen Computern zeigt sich die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns. Während das menschliche Gehirn etwa 1013 bis 1016 analoge Rechenoperationen pro Sekunde schafft und dabei etwa 100 Watt an chemischer Leistung verbraucht, schafft der Supercomputer Blue Gene/L von IBM bis zu 3,6·1014 Gleitkommaoperationen pro Sekunde mit doppelter Genauigkeit, wozu jedoch etwa 1,2 Megawatt Strom benötigt werden. Intels erster Teraflop-Chip Prototyp „Terascale“ mit 80 Cores schafft hingegen etwa 1012 Gleitkommaoperationen mit einfacher Genauigkeit bei 85 Watt (oder 2·1012 Gleitkommaoperationen bei 190 Watt bei 6,26 GHz) – was immer noch dem 10- bis 1000-fachen Strombedarf entspricht. Zwar erreichen moderne 3D-Grafikkarten vergleichbare Werte bei geringerem elektrischen Leitungsbedarf, allerdings sind Grafikchips stärker auf bestimmte Rechenvorgänge spezialisiert. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass die hohe Rechenleistung des Gehirns vor allem durch seine vielen hochparallelen Verbindungen (siehe auch: Konnektivität) und nicht durch eine hohe Geschwindigkeit bei den einzelnen Rechenvorgängen (Taktfrequenz) erzielt wird. Zudem treten bei analogen Rechenvorgängen Ungenauigkeiten auf, die bei der digitalen Verarbeitung vermieden werden. Zusätzlich zur Parallelisierung stellt ein neuronales Netzwerk gleichzeitig sowohl Speicher- als auch Verarbeitungslogik dar, während bei Computern, welche auf der Von-Neumann-Architektur basieren, diese getrennt sind. Dies bewirkt, dass mit jedem Taktzyklus in einem Neuronalen Netzwerk der gesamte Speicher aktualisiert wird, während ein Computer den Inhalt des Speichers schrittweise aktualisieren muss. Rechenvorgänge, die auf einem Computer effizient ablaufen, sind meist nicht effizient in einem Neuronalen Netzwerk abbildbar und umgekehrt. Aufgrund dieser Ineffizienz von bestehenden Computerarchitekturen für bestimmte Aufgaben wie etwa dem Sehen, versucht man Neuronale Netzwerke wie etwa dasjenige des Neocortex nachzubilden. Eines dieser Modelle ist der hierarchische Temporalspeicher, welcher derzeit in Software abgebildet wird, und der nur aufgrund starker Vereinfachungen in Echtzeit lauffähig ist. Bei der Simulation von Neuronen auf Computern stellt sich nämlich das Problem, dass Computerchips und Neuronen völlig andere Architekturen darstellen und eine Simulation daher extrem rechenaufwendig ist. Blue Gene kann „nur“ etwa 10.000 Neuronen simulieren, das zwar auch nicht in Echtzeit, dafür aber mit einem vollständigen Modell. Aufgrund dessen gibt es Bestrebungen, solche Neuronalen Netzwerke in Hardware zu implementieren. Dieser Vorgang wird als Neuromorphing bezeichnet. December 03 WHY??? - Tracy Chapman Why? Tracy Chapman Why do the babies starve When there's enough food to feed the world Why when there're so many of us Are there people still alone Why are the missiles called peace keepers When they're aimed to kill Why is a woman still not safe When she's in her home Love is hate War is peace No is yes And we're all free But somebody's gonna have to answer The time is coming soon Amidst all these questions and contradictions There're some who seek the truth But somebody's gonna have to answer The time is coming soon When the blind remove their blinders And the speechless speak the truth July 22 videocommunity : Weltinfo: http://www.videocommunity.com/pc/pc/display/3609/laurin/undefined
Das ganze ohne GEWÄHR--in "Zupferanien" sollte man wirklich nicht alles glauben was veröffentlicht wird--aber allein der Gedanke... ohne Worte! grüssle Bummi February 07 Direkte Sequenzierung von RNAErbmaterial unter der Leselupe28.01.2008 - Das genetische Alphabet besteht aus vier Buchstaben. Auch wenn unsere Körperzellen unsere Erbmoleküle ständig dechiffrieren, können wir im Labor nicht so ohne weiteres eine DNA-Sequenz ablesen. Wissenschaftler brauchen komplexe, sehr aufwändige Analysenmethoden, um die individuellen Codes der DNA zu knacken. Volker Deckert und sein Team vom Institute for Analytical Sciences (ISAS) in Dortmund haben kürzlich eine Methode entwickelt, die einen Weg zur direkten Sequenzierung des Erbmaterials weisen könnte. Das Verfahren basiert auf einer Kombination von Raman-Spektroskopie und Rasterkraftmikroskopie.Wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, gelang es Deckert und Elena Bailo, die nächste Verwandte der DNA - die RNA - zu analysieren.
Direkte Sequenzierung bedeutet, die vier Buchstaben des genetischen Codes zu lesen wie mit einer Lupe. Ein DNA- oder RNA-Strang hat einen Durchmesser von nur zwei Nanometern, entsprechend stark muss die Vergrößerung sein. Deckerts Team nutzt dazu ein Rasterkraftmikroskop. Eine winzige versilberte Glasspitze fährt, vom Mikroskop gelenkt, über den RNA-Strang. Ein auf diese Spitze fokussierter Laserstrahl regt den Abschnitts des Strangs, der gerade abgerastert wird, und versetzt ihn in Schwingungen. Aus dem Streulichtspektrum (Ramanspektrum) lassen sich genaue Rückschlüsse auf die molekulare Struktur ziehen. Jeder genetische Buchstabe, sprich jede der vier Nucleobasen, schwingt anders und erzeugt daher einen charakteristischen spektralen "Fingerabdruck". Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.QuantencomputerStabile Elektronen-Spins rücken Quantencomputer in greifbare Nähe31.01.2008 - Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institute an der Universität Basel und des Massachusetts Institute of Technology ist es erstmals gelungen, den magnetischen Zustand eines einzelnen Elektrons, den so genannten Elektronenspin, während einer ganzen Sekunde stabil zu halten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein zur Realisierung von Elektronenspin-Speichern und zur Entwicklung von Quantencomputern geschaffen. Vor einigen Jahren wurde die Elektronenspinstabilität noch auf Mikrosekunden geschätzt. Die Forschungsergebnisse werden heute (31. Januar 2008) in der renommierten Fachzeitschrift "Physical Review Letters" veröffentlicht.
Die Stabilität von Elektronenspins ist eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung von Elektronenspin-Speichern und für die Entwicklung des heute noch hypothetischen Quantencomputers. Quantencomputer, die Supercomputer der Zukunft, basieren auf der Idee, Quantenphysik fuer Computer-Rechnungen zu verwenden. Sie sollen dereinst in der Lage sein, komplizierte Rechenprozesse in kürzester Zeit zu erledigen. Zum Beispiel für die Entschlüsselung eines RSA-Sicherheitscodes, wie er heute im E-Banking verwendet wird, würde ein Quantencomputer statt einem Jahr nur noch wenige Sekunden benötigen. Quelle: Universität BaselFebruary 02 allergene Wirkung von ProteinenNachweis der allergenen Wirkung von einzelnen Proteinen des Pilzes Aspergillus versicolor gelungen01.02.2008
- Leipzig. Forschern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ)
und des Erfurter Instituts für Umweltmedizin gelang erstmals der
Nachweis der allergenen Wirkung von einzelnen Proteinen des weit
verbreiteten Schimmelpilzes Aspergillus versicolor. Schätzungsweise
fünf Prozent aller Deutschen leiden an einer allergischen Reaktion, die
durch Schimmelpilze in Innenräumen hervorgerufen wird. Bei etwa 80
Prozent allen Pilzbefalls in feuchten Zimmerecken ist der Pilz
Aspergillus versicolor vertreten. Doch ist er tatsächlich der
Hauptschuldige an Atemnot, Dauerschnupfen und anderen allergischen
Beschwerden? Diesen Verdacht wollte das Team um Privatdozent Dr. Martin
von Bergen, Departmentleiter Proteomik am Helmholtz-Zentrum für
Umweltforschung nachweisen. Es galt zu ergründen, welche Eiweiße des
Pilzes als Allergene wirken. Aus dieser Aussage konnte ein
Messverfahren entwickelt und zum Patent angemeldet werden, das anzeigt,
ob bei einem ganz bestimmten Menschen eine
Aspergillus-versicolor-Überempfindlichkeit vorliegt, weil dessen
Blutserum auf die Proteine des Pilzes reagieren.
<a
href='http://www.chemieonline.info/adclick.php?n=ac39a68b'
target='_blank'><img
src='http://www.chemieonline.info/adview.php?what=zone:28&amp;n=ac39a68b'
border='0' alt=''></a>
Allerdings ist man dann noch immer nicht am Ziel, denn nach wie vor ist unklar, welche Eiweiße sich namentlich hinter den Pünktchen auf der Membran verbergen. Welche Eiweiße sind es denn nun ganz konkret, die dem Allergiker zu schaffen machten? Deshalb greifen die Biochemiker wieder zu den auf dem Gel aufgetrennten, aber von Antikörpern und Farbstoffen unberührten Eiweißen. Da die Forscher inzwischen wissen, wo die Gefährlichen platziert sind, stanzten sie die Spots dort punktgenau aus. Die winzige Proteinmenge, die sich in dem stecknadelkopfgroßen Stück Gel verbirgt, wird in noch kleinere Einheiten, die Peptide, zerlegt. Die werden in einem Massenspektrometer vermessen und die Gesamtheit der Peptide wie ein Fingerabdruck mit einer Datenbank abgeglichen. In dieser Datenbank sind alle bekannten Proteine gespeichert. So gelang den Leipziger Biochemikern die Identifizierung der sieben wichtigsten Allergene aus den Sporen von Aspergillus versicolor. "Der Schritt, mit dem wir jetzt gerade beschäftigt sind", so von Bergen, "ist die Entwicklung einer Untersuchungsmethode, die nicht so aufwändig ist wie die hier beschriebene. Ich glaube, noch 2008 werden wir einen Test vorlegen, der in jedem medizinischen Labor problemlos durchführbar ist." Das so zu erzielende Testergebnis ginge weit über die bisher möglichen Aussagen hinaus, dass der untersuchte Mensch auf irgendeinen Schimmelpilz allergisch reagiert, denn nun könnten die Identität der auslösenden Pilzart und des einzelnen Eiweißes bestimmt werden. Allerdings ist der nächste Schritt noch nicht getan - und der heißt spezifische Immuntherapie gegen spezifische Schimmelpilze. Mit einer solchen De- oder Hyposensibilisierung, bei der Patienten bestimmte Mengen des Allergens verabreicht werden, kann es gelingen, dass Allergien dauerhaft verschwinden. Allerdings, so von Bergen, dürfen die Betroffenen erst in einigen Jahren mit einem Mittel zur Desensibilisierung bei Schimmelpilzallergien rechnen. Denn bevor ein maßgeschneidertes Medikament zugelassen werden kann, muss es zahlreiche Prüfungen bestehen. Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZDecember 14 Zelldifferenzierung13.12.2007 - MOLEKULARE BIOMEDIZINAller Anfang ist zufällig(jmk/j-ed/ba/mpg) Säugetiere bestehen aus mehr als 200 verschiedenen Zelltypen, die alle ihre spezifischen Aufgaben haben. Die Zelltypen des erwachsenen Lebewesens, aber auch ein Teil der Plazenta, stammen von einer einzigen Zelle ab, der befruchteten Eizelle. Wie können sich aus einer einzigen Zelle so viele hoch spezialisierte Zellen entwickeln und zu Geweben formen? Wie entstehen die ersten Unterschiede zwischen den Zellen? Entwickelt jede Zelleihr Programm zufällig oder ist das Schicksal vorherbestimmt, schon bevor man es "mit dem Auge" erfassen kann?Untersuchungen an Fruchtfliegen, Krallenfröschen und Zebrafischen haben gezeigt, dass spezifische Faktoren in bestimmten Regionen innerhalb der Eizelle entscheiden, wie sich die Zellen entwickeln, die sich während den ersten Teilungen bilden. In diesen Organismen gibt es demzufolge eine sehr frühe Ausrichtung der Zellen im Embryo. Diese Vorab-Strukturierung klang so verlockend, dass Wissenschaftler versuchten, diese Art von Musterbildung in der Maus als Modell für Säugetiere zu finden. Jens-Erik Dietrich und Takashi Hiiragi vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster haben die Expressionsmuster von drei Faktoren (Oct4, Cdx2 und Nanog) untersucht. Diese sind im 8-Zell Stadium noch in allen Zellen zu finden. In der späten Blastozyste jedoch sind sie entweder nur in der inneren Zellmasse (Oct4 und Nanog), oder nur außen, im Trophektoderm (Cdx2) zu finden. Diese molekularen Fingerabdrücke haben Dietrich und Hiiragi benutzt, um den Mechanismus zu beobachten, durch den die Zellen sich im Embryo organisieren. Auffällig war ein extrem variables Muster der Expressionslevel einiger der Faktoren (Nanog und Cdx2). Manche Zellen hatten viel, andere sehr wenig. Überraschend war die Willkürlichkeit der Variabilität. Weder die Position im frühen Embryo, noch eine gegenseitige Korrelation bestimmten das Muster. Um der Sache auf den Grund zu gehen, untersuchten Dietrich und Hiiragi, ob diese Prozesse in isolierten embryonalen Zellen genauso verlaufen wie im Embryo. Hierzu ließen Dietrich und Hiiragi einzelne Zellen aus dem 8-Zell-Stadium ein- oder zweimal teilen. Die Zellen produzierten entweder zwei gleich große Schwesterzellen oder zwei unter- schiedliche, ein Phänomen das auf sogenannter symmetrischer bzw. asymmetrischer Zellteilung beruht. Nanog war in symmetrisch und asymmetrisch geteilten Zellen immer in gleicher Menge vorhanden. Es befand sich jedoch immer mehr Cdx2 in der größeren Zelle. Nach zwei Zellteilungen organisierten sich die entstandenen vier Zellen zu Mini-Blastozysten, in denen die Zellen, die außen lagen immer mehr Cdx2 hatten, als die im Inneren. "Hieraus schließen wir, dass die Art der Zellteilung das Cdx2 Niveau der Zellen reguliert, und dass das Proteinmuster dann bestimmt, wohin die Zelle sich bewegt", sagt Dietrich. Besonders interessant war für Dietrich und Hiiragi aber die Beobachtung, dass die Anzahl der Zellen eines Embryos, die eine asymmetrische Teilung durchlaufen, sehr variabel ist. "Anscheinend ist diese Variabilität in der Art der Zellteilung für die Blastozystenbildung unerheblich; die Musterbildungs-Prozesse sind so flexibel in ihrer Regulation, dass sich am Ende trotzdem immer eine Blastozyste bildet, die eben für die Einnistung erforderlich ist." Diese Ergebnisse sprechen gegen die Annahme, dass jede Eizelle eine "Blaupause" für die weitere Entwicklung trägt. Dietrich und Hiiragi haben gezeigt, dass das molekulare Profil in den Zellen nach dem Zufallsprinzip etabliert wird. Danach wandern die Zellen dahin, wo ihr Programm sie diktiert. Aller Anfang scheint also zufällig. Dietrich fügt hinzu: "Zufall lässt sich aber schwer beweisen." Deswegen werden Dietrich und Hiiragi die Zellen weiter unter die Lupe nehmen, um ihr vorgeschlagenes Zwei-Phasen-Modell zu bekräftigen. Mehr im Internet: Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Embryogenese - Wikipedia November 09 Mal den Live-Blog ausprobieren!October 12 Hirnlosigkeit! Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Läden schließen. Gabriel Laub tschechisch-deutscher Journalist und Aporistiker mit polnischer Herkunft (1928 - 1998) October 09 Die Schaltzentrale & der SchlafSchrittmacher für den Schlaf - das Großhirn 09.08.2007 - Der Thalamus, ein Teil des Zwischenhirns, wird oft als "Tor zum Bewusstsein" bezeichnet, da er von der Außenwelt kommende Sinnesreize filtert und zum Großhirn weiterleitet. Ein Computermodell, das die Auswirkungen von Schwingungen der Großhirnrinde während des Schlafes auf den Thalamus simuliert, haben jetzt die Kieler Physiker Jörg Mayer, Professor Heinz Georg Schuster und Dr. Jens Christian Claussen und der Lübecker Neurowissenschaftler Matthias Mölle zusammen entwickelt. Klinische Messungen in Lübeck bestätigen, dass die Großhirnrinde im Schlaf als Taktgeber für den Thalamus arbeitet. Der Arbeitsgruppe gelang es, den Mechanismus zu identifizieren, der die thalamischen Schwingungen steuert. "Dies könnte in Zukunft ermöglichen, Schlaf durch äußere Signale besser zu beeinflussen", meint Professor Heinz Georg Schuster. Die Studie erscheint morgen (10.08.07) in der Fachzeitschrift Physical Review Letters. Das typische
Muster thalamischer Aktivität während der Anfangsphasen des Schlafes sind so
genannte Schlafspindeln, eine Folge von Wellen mit einer Frequenz von zirka 13
Hertz, die rund 1 Sekunde anhalten, die durch ruhige Perioden von etwa 4
Sekunden getrennt sind. Diese Schwingung bewirkt, dass die eingehende
Information gefiltert wird. Schlafspindeln werden beim Menschen mit EEG
(Elektroenzephalografie) gemessen. Wie voran gegangene Messungen an Tieren und
EEG-Analysen zeigen, werden diese Schlafspindeln nicht selbstständig vom
Thalamus generiert. Sie entstehen vielmehr im Wechselspiel von Großhirnrinde
und Thalamus, dem thalamokortischen System. Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Acetyl-Salicylsäure schaltet Gene anAcetyl-Salicylsäure schaltet Gene an 08.10.2007 - Infektionen sind äußerst komplizierte biologische Prozesse: Zahlreiche Gene sowohl des Krankheitserregers als auch des befallenen Organismus sind an ihrem Ausbruch und an ihrer Bekämpfung beteiligt. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig haben jetzt ein verblüffend einfaches Verfahren entwickelt, mit dem sie einzelne Gene von Bakterien während einer Infektion mit Aspirin gezielt anschalten können. Damit lässt sich die Funktion des Erbmaterials im Krankheitsprozess in Zukunft genau untersuchen. Seine Ergebnisse veröffentlicht das Team um den HZI-Forscher Prof. Carlos A. Guzman heute in der Fachzeitschrift "Nature Methods". Krankmachende
Bakterien setzen vielfältige Tricks ein, um in unseren Körper zu gelangen. Dazu
gehören auch spezielle Proteine - so genannte Virulenzfaktoren - mit denen die
Krankheitserreger unsere Körperzellen regelrecht aufschließen, in sie
eindringen und sich dann vermehren. Gesteuert wird die Produktion der
Virulenzfaktoren von den Genen der Bakterien. "Da sich immer eine große
Zahl dieser Proteine an der Infektion beteiligt, ist es sehr schwer, die Rolle
und Bedeutung einzelner Virulenzfaktoren zu bestimmen", erklärt Guzman das
Dilemma der Infektionsforscher: "Das wird erst möglich, wenn wir die Gene
ganz gezielt anschalten können." Quelle: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung |
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